Sekundarstufenlehramt

Wie läuft das Studium ab?

Das Studium umfasst das Lehramt an Gymnasien, Regionalen Schulen und Gesamtschulen und hat eine Regelstudienzeit von 10 Semestern. Es schließt mit dem ersten Staatsexamen ab. Im Studium werden zwei Hauptfächer aus insgesamt 14 angebotenen Fächern (neu: Biologie, Informatik und Sozialkunde) gewählt. Ergänzend können zahlreiche Beifächer fakultativ belegt werden. Insgesamt sind 91 Kombinationen aus den Hauptfächern möglich, die durch zusätzliche Beifächer noch weitere Kombinationsmöglichkeiten erhalten.

Hinweise: 

  • Für das Fach Kunst und Gestaltung ist eine Kunstmappe im Rahmen der Eignungsprüfung einzureichen. Diese Eignungsprüfung muss vorab bestanden werden.
  • In einigen Fächern sind spezifische Sprachanforderungen zu erfüllen.

Wie kann ich mich für das Studium bewerben?

Der Studiengang wird nur zum Wintersemester angeboten. Es ist wichtig, die spezifischen Fristen und Termine für die Bewerbung, die Einschreibung und andere formelle Vorgaben zu beachten. 

Bewerbung

Termine und Fristen

Im Studium

Studieneingangsphase

Die ersten vier Semester im Studium bilden die sogenannte Studieneingangsphase. In dieser Zeit werden Studierende im Sekundarstufenlehramt gezielt beim Übergang von der Schule an die Universität unterstützt. Die Studierenden erhalten Orientierung im Studium, haben die Möglichkeit, den Berufswunsch „Lehrkraft“ zu reflektieren und werden dabei begleitet, sich fachlich sowie sozial gut an der Universität einzufinden. Ziel ist es, die Motivation zu stärken und schrittweise auf die Verantwortung im Lehramtsstudium vorzubereiten. Die Angebote sind sowohl lehramtsübergreifend als auch speziell auf das Sekundarstufenlehramt zugeschnitten.

Fachwissenschaft und Fachdidaktik

Studierende im Sekundarstufenlehramt haben die Möglichkeit, zwei Fächer ihrer Wahl zu studieren, wobei die Fächer frei kombiniert werden können. Das Studium umfasst fachwissenschaftliche, fachdidaktische und bildungswissenschaftliche Module sowie schulpraktische Anteile. Für jedes der beiden gewählten Fächer sind insgesamt 95 Leistungspunkte (LP) erforderlich. Davon entfallen 20 Leistungspunkte auf die Fachdidaktik und 75 Leistungspunkte auf die Fachwissenschaften. 

Weiterführende Informationen finden sich in der Prüfungs- und Studienordnung für das Lehramt an Gymnasien, Regionalen Schulen und Gesamtschulen [Link wird ergänzt].

Bildungswissenschaften

Im Bereich Bildungswissenschaften werden pädagogische und psychologische Inhalte vermittelt. Es sind zehn Module im Studiengang Sekundarstufenlehramt enthalten:

  • Modul M1 „Grundlagen der Erziehungswissenschaft und Einführungspraktikum“
  • Modul M2 „Unterrichten und Erziehen“
  • Modul M3 „Entwicklungspsychologie“
  • Modul M4 „Inklusions- und Sonderpädagogik: Heterogenität und Diagnostik“
  • Modul M5 „Pädagogische Psychologie“
  • Modul M6 „Innovieren und Forschen“
  • Modul M7 „Demokratiebildung“
  • Modul M8 „Inklusions- und Sonderpädagogik: Inklusion und Differenzierung“
  • Modul M9 „Medienpädagogik und Medienbildung“
  • Modul M10 „Angewandte Schulpädagogik“

Die bildungswissenschaftlichen Module unterstützen die Entwicklung eines umfassenden Verständnisses von Bildungs-, Lehr und Lernprozessen und tragen zur Vorbereitung auf die berufliche Praxis bei. Durch den erfolgreichen Abschluss dieser Module können Studierende insgesamt 55 Leistungspunkte erwerben.

Praxisphasen

Die Praktika sind integrativer Bestandteil des Studiums im Sekundarstufenlehramt. Sie fördern die theoriegeleitete Auseinandersetzung mit schulischer Praxis, ermöglichen berufsbezogene Selbstreflexion und die Entwicklung professioneller Handlungskompetenz. Die Praktika dienen der schrittweisen Professionalisierung: von der Beobachtung und dem Kennenlernen schulischer Praxis über das Erlangen von Einblicken in den Schulalltag und der Durchführung erster angeleiteter pädagogischer Tätigkeiten in der Schule hin zur selbstständigen Gestaltung und Reflexion unterrichtlicher Prozesse. Im Rahmen dieses Studiengangs finden vier Praktika statt, die einen Umfang von insgesamt 15 Wochen haben. Praktika können im In- und Ausland absolviert werden. 

Das dreitägige Einführungspraktikum in das Berufsfeld Schule findet als Block, eingebunden in einem Seminar im ersten Semester, statt. Das Praktikum ist Bestandteil des bildungswissenschaftlichen Moduls 1.

Im Schulpraktikum 1 geht es darum, das Berufsfeld Schule zu entdecken. Dabei soll aktiv der schulische Alltag erschlossen und Kontakt zum pädagogischen Arbeitsfeld hergestellt werden. Das Schulpraktikum 1 findet als Blockpraktikum in der vorlesungsfreien Zeit des ersten Semesters statt. Es hat einen Umfang von mindestens drei Wochen und kann an Schulen mit Sekundarstufe 1 oder 2 stattfinden.

Im Schulpraktikum 2 soll das Berufsfeld Schule erlebt werden. Dabei soll der Schulalltag vor dem Hintergrund erster theoretischer Kenntnisse beobachtet und das Berufsfeld der Lehrkraft zielorientiert betrachtet werden. Das Schulpraktikum 2 findet als Blockpraktikum in der vorlesungsfreien Zeit des dritten Semesters oder semesterbegleitend statt. Es hat einen Umfang von mindestens vier Wochen und kann an Schulen mit Sekundarstufe 1 oder 2 stattfinden.

Im Schulpraktikum 3 soll das Berufsfeld Schule aktiv gestaltet werden. Dieses Praktikum ermöglicht es, eine längere Zeit in der Schule angeleitet durch Lehrkräfte selbst zu unterrichten. Währenddessen können erworbene Kenntnisse umfassend angewendet und darüber hinaus Einblicke in außerunterrichtliche Aufgaben von Lehrkräften erlangt werden. Das Schulpraktikum 3 findet als Blockpraktikum in der vorlesungsfreien Zeit oder in der Vorlesungszeit des achten Semesters statt. Es hat einen Umfang von mindestens acht Wochen und kann an Schulen mit Sekundarstufe 1 oder 2 stattfinden.

Staatsexamen